Datenschutz-News

WhatsApp gehackt

Facebook empfiehlt allen WhatsApp-Nutzern dringend, Updates einzuspielen.

Offensichtlich leiden alle bisherigen Versionen unter einer massiven Sicherheitslücke, die es Dritten ermöglicht, durch einen WhatsApp-Anruf Schadcode auf dem jeweiligen Gerät auszuführen. Laut New York Times steht die israelische Firma NSO unter Verdacht, die Spyware programmiert zu haben.

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Weitere massive Datenpanne bei Facebook

Es hört nicht auf: Erneut gerät Facebook, dessen Chef Mark Zuckerberg sich gerade erst für einen globalen Datenschutz stark gemacht hatte, massiv in die Kritik.

Offensichtlich sind über Jahre sensible Daten – u.a. die Passwörter von Kunden-Accounts im Klartext -von Facebook-Nutzern ungeschützt auf Cloud-Servern der Firma Amazon gespeichert gewesen, und zwar nicht von Facebook selbst, sondern von App-Entwicklern, denen Facebook diese Daten überlassen hatte. Das macht die Sache nicht besser, weil damit zum erneuten Male offensichtlich wird, dass Facebook offensichtlich keinerlei effektive Sicherheitsmaßnahmen bei der Überlassung von Daten seiner Nutzer an Dritte vorhält.

Näheres bei Zeit-Online.

Zuckerberg fordert „weltweite DSGVO“

Bild von Thomas Ulrich auf Pixabay

Auch das noch: nachdem vor kurzem bekannt geworden ist, dass Facebook in der Vergangenheit äußerst schlampig mit Benutzerpassworten umgegangen ist, fordert nun ausgerechnet Mark Zuckerberg eine international abgestimmte Regulierung im Internet .

Dabei hob er auch die EU-Datenschutzverordnung (DSGVO) als ein Vorbild für die Welt hervor, betonte aber gleichzeitig, dass er erwarte, dass in diesem globalen Rahmen auch Aspekte geregelt würden, die die DSGVO – Z.B. in Bezug auf künstliche Intelligenz – noch offen lässt .

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EU-Urheberrechtsreform verabschiedet

Das europäische Parlament hat am heutigen Tage ohne weitere inhaltliche Änderungen die geplante Reform des Urheberrechts – einschließlich der damit wohl kommenden „Uploadfilter“ verabschiedet, die durchaus auch datenschutzrechtliche Probleme aufwerfen können.

Der Vorgang hat vielfältige enttäuschte Reaktionen hervorgerufen, da eine breite Front von Internetnutzern in den neu geschaffenen Regelungen einen Angriff auf die Meinungsfreiheit sieht. Selbst die Bundesregierung hatte sich im Koalitionsvertrag (vgl. dort Seite 49. Zeilen 2212) noch gegen die Einführung solcher Inhalt Filter gestellt, das Vorhaben aber nun unterstützt. Ein Schelm, wer dabei denkt, dass dies im Zuge von Zugeständnissen an Frankreich im Gegenzug gegen die Zustimmung zu dem in Gas-Projekt North Stream 2 geschehen ist…

Bundestag beschließt Geschäftsgeheimnis-Gesetz

Der Bundestag hat in seiner Sitzung am 21.03.2019 kurz vor Mitternacht das Geschäftsgeheimnis-Gesetz beschlossen. Das Gesetz war zunächst heftig umstritten, da es keinen hinreichenden Schutz von Whistleblowern und Journalisten vorsah.

In einer „Sternstunde des Parlaments“ (so die SPD-Abgeordnete Nina Scheer) ist dann doch noch verhindert worden, dass Unternehmen weitgehend selbst festlegen können, was ein Geschäftsgeheimnis ist, und der Quellenschutz für Journmehrbeialisten wurde deutlich verbessert.

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Facebook speichert Kunden-Passwörter im Klartext

Facebook hat in einer groß angelegten Medienkampagne angekündigt, zu einem datenschutzrechtlichen Musterkonzern werden.

Hierzu passt allerdings die Nachricht überhaupt nicht, das Facebook Millionen Der Passwörter seiner Kunden in seinen Datensystemen im Klartext gespeichert und allen Mitarbeitern zugänglich gemacht hat.

Dies stellt einen klaren Verstoß gegen Art. 32 DSGVO dar. Betroffene, die hierdurch einen Nachteil erlitten haben, sollten Kontakt zu uns aufnehmen.